02.04.2016

Der Espenhof – Weingut, Restaurant und das Landhotel

Die Verbindung von Licht, Material und Landschaft erschafft Markenarchitektur

Das Landhotel

Der Espenhof „Weingut – Landhotel – Weinwirtschaft“ wird als Familienbetrieb in der mittlerweile 7. und 8. Generation geführt. Das Wechselspiel von Tradition und Innovation äußert sich auch in der Architektursprache:

Natürliche Materialien und herkömmliche Baustoffe wurden hier mit frischen Farben und neuen Produkten kombiniert.

2014 wurde in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro archicult der Anbau des Weingutes umgebaut. Die hierbei entstandenen 8 Hotelzimmer bieten offene Raumkonzepte mit einem freistehenden Sanitärblock. Eichenholzdielen, freigelegtes Natursteinmauerwerk, Farbakzente durch Textilien und Möbeloberflächen, ein Betthaupt aus alten Fassdauben und ein harmonisches Lichtkonzept sorgen für ein modernes und naturnahes Ambiente.

Espenhof Zimmer 13 001

Das Espenblatt

Das Espenblatt ist das Markenzeichen des Weingutes Espenhof im Rheinhessischen Flonheim, abgeleitet aus dem Familiennamen der Winzerfamilie Espenschied. Es diente uns als Motiv für die Neugestaltung der Fassade von Landhotel und Vinothek.

Die selbstbewusste, sich absetzende Markenarchitektur wirkt als Katalysator für das bereits vorhandene touristische Angebot und die kreativen Marketingideen des Hofgutes.

Die vorgehängte Fassade aus HPL-Elementen setzt das Espenblatt grafisch abstrahiert in Szene. Sie dient als Aushängeschild und weckt gleichzeitig Lust, hinter den „Vorhang“ zu schauen, mehr zu entdecken. Die dekorativen Schichtpressstoffplatten des Herstellers Trespa werden üblicherweise als vollflächiges Plattenmaterial verwendet. Wir ließen das Material im Konturschnitt in Freiform ausfräsen. So entstand ein ganz neues Fassadendesign.

Das einfallende Tageslicht ergibt aufgrund der richtungsgebundenen Farboberfläche des Materials ein tageszeit- und wetterabhängiges Farb- und Lichtspiel mit dem Charakter einer herbstlichen Laubfärbung.

Der Standort im Laubengang hinter der Fassade gewährt dem Gast eine gewisse Intimität vor dem Eingang zu seinem Zimmer. Der Blick durch die Fassade nach aussen lässt ihn zum heimlichen Beobachter eines aufregenden Panoramas werden: Die Aussicht auf die naheliegenden Weinberge und den Trullo, das touristische Wahrzeichen Rheinhessens, ist einmalig und für den Gast sicherlich unvergesslich.

 

Architekt: archicult gmbh – breunig architekten, Würzburg

 

(Fotos: Stefan Mikolon)